Thailand

Lage:
Das Königreich Thailand – auch unter dem Namen Siam bekannt – liegt in Hinterindien zwischen dem 5. und 21. nördlichen Breitengrad und 96. bis 106. östlichen Längengrad. Es grenzt im Westen an Myanmar und an den Golf von Bengalen, im Nordwesten an Myanmar, im Nordosten an Laos, im Südosten an den Golf von Siam und an Kambodscha, im Süden an Malaysia.
Fläche: 513.115 km².

Klimainformationen:
Thailand hat ein tropisches Klima, das nur in den Bergen im Norden etwas gemäßigter ist. In Nord- und Zentralthailand gibt es größere Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht (nachts Abkühlung bis auf höchstens 15°C). Die Luftfeuchtigkeit beträgt morgens meist um die 90 Prozent, nachmittags zwischen 45 und 70 Prozent. Während der Regenzeiten regnet es normalerweise ein bis zwei Stunden am Tag mit anschließendem Sonnenschein.
Thailand hat drei Klimazeiten:
Die „kühle Jahreszeit“ von November bis Februar, in der die durchschnittliche Temperatur 25 bis 30°C beträgt bei mäßiger Luftfeuchtigkeit und gelegentlichen Regenfällen.
Die „heiße Zeit“ von März bis Mitte Mai – es gibt keine Niederschläge, die Luftfeuchtigkeit ist mäßig und die durchschnittliche Temperatur liegt bei circa 35°C.
Die „Regenzeit“ von Ende Mai/Juni bis Oktober (gilt nicht für Ko Samui); Die Temperaturen betragen am Tag 30 bis 35°C, am Abend etwa 24°C. Der Regen fällt meist am späten Nachmittag, morgens ist es in der Regel schön. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch, dadurch kann es sehr schwül werden.
DAS KLIMA IN DEN HAUPTREISEGEBIETEN:
Bangkok: Die Regenzeit dauert von Mai bis Oktober, in einzelnen Stadtgebieten muss besonders im September und Oktober mit Überschwemmungen gerechnet werden. Die mittlere Tagestemperatur beträgt maximal 32°C, minimal 24°C bei hoher Luftfeuchtigkeit. Wärmster Monat ist der April mit maximal 35°C und minimal 25°C mittlere Tagestemperatur. Der kälteste Monat ist in der Gegend um Bangkok der Dezember mit maximal 30°C und minimal 20°C Tagesmitteltemperatur. Die Trockenzeit geht von Dezember bis März. März und April sind die heißesten Monate in Bangkok.
Chiang Mai: Die Regenzeit zieht sich von Mai bis September/Oktober hin, die Tagesmitteltemperatur beträgt 24°C bis 31°C. Wärmster Monat ist der April mit maximal 36°C und minimal 22°C Tagesmitteltemperatur. Kältester Monat ist der Januar mit maximal 29°C und minimal 13°C Tagesmitteltemperatur. Die Trockenzeit dauert hier von November bis März.
Südthailand: In dieser Region geht die Regenzeit von Mai bis Oktober, hier beträgt die mittlere Tagestemperatur 22°C bis 31°C, die heißeste Zeit ist März/April. Die Mittagstemperatur beträgt 33°C bis 34°C, an der Küste 35°C und im Binnenland 36 bis 37°C, die Morgentemperatur liegt selten unter 24/25°C. Der kälteste Monat ist auch hier der Januar mit maximal 31°C und minimal 23°C mittlere Tagestemperatur, die Trockenzeit zieht sich von Januar bis März hin.
Durch sein eigenes Mikroklima weicht Ko Samui vom Klima der umliegenden Region ab. Die Hauptregenzeit liegt hier im November/Dezember, z.T. mit heftigem Wind, stundenlangen Regenfällen und Überschwemmungen; in dieser Zeit gibt es nur wenige Sonnenstunden pro Tag.

Beste Reisezeit:
Die beste Reisezeit ist von November bis Februar, auf Ko Samui sind es die Monate Februar bis April mit angenehmen Temperaturen und wenig Niederschlag.

Sprache:
Die offizielle Landessprache ist Thai (Siamesisch). Die Schrift besteht aus Thai-Zeichen. Weitere Umgangssprachen sind Malaiisch und Chinesisch. Englisch ist Handelssprache und damit weit verbreitet, besonders in Bangkok und den wichtigsten Touristenzentren, wie Pattaya und Phuket sowie in den meisten großen Provinzstädten.

Zeitverschiebung:
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +6 Stunden (während der europäischen Sommerzeit +5 Stunden).

Einreise für Deutsche:
Für einen Touristenaufenthalt bei Einreise per Flugzeug visumfrei für 30 Tage (bei Einreise auf dem Landweg nur 15 Tage). Notwendig sind: Bei Ankunft mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass, bestätigtes Rück- oder Weiterreiseticket, ausreichende Geldmittel/Kreditkarte.

Souvenirs:
Thailand bietet mit seiner traditionsreichen Heimarbeit zahlreiche schöne Souvenirs. Ob es sich um handgewebte Seide, Baumwolle und Batik, Geschirr aus verschiedenen Materialien, Lackarbeiten, Keramik, Schmuck und Edelsteine, Maßkleidung oder Lederwaren handelt, hier ist für jeden etwas dabei. Anzüge oder Kostüme kann man in 24 Stunden anfertigen lassen. Auch Brillen und Brillengläser sind günstig. Gut einkaufen kann man u.a. in den Chitralada Läden, deren Erlös einer Stiftung zur Förderung des einheimischen Kunsthandwerks zugute kommt. Allein in Bangkok gibt es fünf dieser Läden, unter anderem am Internationalen Flughafen Don Muang.

Sehenswertes:
Bangkok
Bangkok (thailändisch Krung Thep = Stadt der Engel) ist Hauptstadt und einziger Stadtstaat Thailands und eine der faszinierendsten Metropolen der Welt. Ein Zentrum sucht man in diesem kontrastreichen Schmelztigel vergebens. Jeder Stadtteil ist ein eigenes Zentrum in der Megacity, die von der Fläche her doppelt so groß wie Berlin ist.
nanzwelt Thailands laufen hier zusammen, und der Hafen gilt als wichtigster des Landes.
Als eine der weltoffensten Metropolen Asiens bietet sie dem Besucher zwei Gesichter: hier Weltstadtatmosphäre, dort dörfliche Idylle, hier gelebte Tradition, dort Verwestlichung, hier Mittelalter und dort Moderne. Und dazwischen läuft der hektische und nervenaufreibende Verkehr, der der Stadt eine rege Betriebsamkeit verleiht, an die sich ein westlicher Besucher erst gewöhnen muss.
Bangkok beheimatet weltberühmte Kunstschätze. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen in der Altstadt. Tempelbauten begegnen dem Besucher auf Schritt und Tritt, circa 400 besitzt die Stadt. Auch die Kunstschätze im Nationalmuseum und den Teakholzpalast Vimanmek sollte man sich nicht entgehen lassen.
Die Thais feiern gern, viele zum Teil religiöse, zum Teil weltliche Feste finden jährlich statt. Von den nationalen Festlichkeiten sind Songkran, das traditionelle thailändische Neujahrsfest vom 13. bis 15. April und Loy Krathong in der Vollmondnacht des 12. Mondmonats die bekanntesten. Dann versammeln sich die Menschen an Flüssen, Seen und Teichen und lassen lotusförmige schwimmende Körbchen mit kleinen Gaben, beispielsweise mit brennenden Kerzen, ins Wasser. Wem Bangkok zu hektisch und laut wird, sollte das Besichtigungsprogramm auf das Wochenende oder Feiertage legen und sich bei Exkursionen in die weitere Umgebung erholen.
Pattaya
Nur zwei Stunden von Bangkok entfernt liegt Pattaya, Asiens größter Badeort. Pattaya weist eine gute touristische Infrastruktur auf, die dafür sorgt, dass es zu jeder Jahreszeit sehr belebt ist. Für Wassersportfreunde wird Segeln, Windsurfen, Wasserski, Fallschirmspringen, Schnorcheln, Tauchen und Hochseeangeln angeboten. Daneben kann man in unmittelbarer Nähe Golf (insgesamt hat Thailand über 200 Golfplätze) und Tennis spielen, Reiten, Bogenschießen und vieles mehr. Für Nachtmenschen bieten sich die zahlreichen Bars und Diskotheken an.
Jomtien Beach, vier Kilometer südlich von Pattaya, weist weit weniger Betriebsamkeit auf. Kleinere Strände liegen in nördlicher Richtung, in der Regel mit Strandbungalows. Viele Familien bevorzugen Jomtien. Ausflüge zu den vorgelagerten Inseln, z.B. Ko Larn und Ko Sak, werden von hier aus angeboten.
Die Provinz Rayong ist bekannt für ihre vielen schönen Sandstrände. Dazwischen liegen stille Buchten und idyllische Fischerdörfer. In der gleichnamigen Stadt sind die Tempel Wat Lum Mahachai und Wat Pa Pradu sehenswert.
Die in südlicher Richtung angeschlossenen Provinzen Chanthaburi und Trat sind berühmte Fundorte von Rubinen und Saphiren, deren Minen besichtigt werden können.
Chiang Mai
Chiang Mai ist das wirtschaftliche und touristische Zentrum der Region. In der Stadt gibt es allein 80 sehenswerte Tempel. Die Stadt ist der ideale Ausgangspunkt für Tagestouren in die Umgebung z.B. zu Elefantenschulen, Handwerkerdörfern (der Bergstämme) oder dem Wat Doi Suthep Tempel. Auch Ausflüge zum Berg Doi Inthanon, mit 2.565 m der höchste Berg Thailands, und dem gleichnamigen Nationalpark sind lohnend. Im Bergstädtchen Mae Hong Son sich burmesische Tempel zu besichtigen. Von hier lassen sich Ausflüge in die unberührte Bergwelt sowie zu den spektakulären Kalksteinhöhlen, z.B. Tham Lot bei Soppong unternehmen. Die nördlichen Bergregionen sind als herausragendes Trekkinggebiet bekannt. Geführte Wanderungen werden angeboten, die zum Teil mit Elefantenritten oder Bootsfahrten kombiniert werden. Besucher sollten darauf achten, dass sie einen erfahrenen Guide wählen und niemals allein in ungesicherte Höhlen gehen.
Phuket
hao Sok Nationalpark in der Provinz Surat Thani besucht werden. Hier können neben der Tierbeobachtung Paddeltouren und Dschungelwanderungen unternommen werden. Herzstück des Nationalparks ist ein großer See, an dem einfache Bungalows und Baumhäuser zu mieten sind.
Ko Samui
Die drittgrößte Insel Thailands (280 km²) liegt eine gute Flugstunde von Bangkok entfernt im Golf von Thailand. Die Insel bietet endlose Palmenwälder, einsame Strände, bizarre Felsformationen und kleine Dörfer. Der Hauptort ist Nathon mit kleinen Geschäften und einheimischen Restaurants. An den verschiedenen Stränden entstanden in den letzten Jahren moderne Hotelanlagen, die meist allein für sich am Strand stehen. Die Hotelanlagen sind alle in ihrer Höhe auf Palmenwipfelhöhe beschränkt, so dass der Landschaftseindruck erhalten geblieben ist. Bei Ausflügen kann man erleben, wie ein Großteil der Arbeit auf den Kokosnussplantagen von dressierten Affen erledigt wird. Mit Ausflugsbooten können vorgelagerte Inseln besucht werden, von denen die meisten als Nationalpark ausgewiesen sind. Für Reisen nach Ko Samui ist der Sommer ideal, da es von Oktober bis Januar an vielen Tagen Regenschauer gibt und die Brandung in dieser Zeit oft recht stark ist.