Dominikanische Republik

Lage:
Die Dominikanische Republik liegt in der Karibik und nimmt knapp 2/3 der Insel Hispaniola ein. Sie grenzt im Westen an Haiti, im Norden an den Atlantischen Ozean, im Osten und Süden an das Karibische Meer.
Fläche: 48.422 km².

Klimainformationen:
Die Dominikanische Republik hat tropisches Klima. Durch die Seewinde wird das feuchtheiße Küstenklima aber gemildert und erträglich. Die Zeit, in der die höchsten Temperaturen gemessen werden, ist der Zeitraum von Mai bis Oktober. Die Tagestemperaturen liegen dann zwischen 30 und 35°C, und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. In der Regenzeit, von Mai bis September, kommt es auch immer wieder zu kurzen, aber heftigen Regenfällen.
In den Wintermonaten (Trockenzeit) beträgt die durchschnittliche Tagestemperatur 24 bis 28°C.

Beste Reisezeit:
Als beste Reisezeit gelten die Monate von Dezember bis April.

Sprache:
Die Landessprache ist Spanisch. In Touristenhotels/ -zentren wird auch Englisch und teilweise auch Deutsch gesprochen.

Zeitverschiebung:
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -5 Stunden
Während der europäischen Sommerzeit ist der Zeitunterschied mit -6 Stunden noch größer.

Einreise für Deutsche:
Als Touristen visumfrei, sofern im Besitz einer Touristenkarte (bei Ankunft gegen Gebühr von 10 US-$ oder vorab beim Konsulat für 15 Euro erhältlich), die zu einem Aufenthalt bis zu 30 Tagen berechtigt (Aufenthalt bis zu 90 Tagen möglich, dann wird jedoch bei der Ausreise eine zusätzliche Gebühr erhoben). Notwendig sind außerdem ein bei Einreise mindestens 6 Monate gültiger Reisepass sowie ein Rück- oder Weiterreiseticket.

Souvenirs:
Ein typisches Souvenir ist Bernstein, der hier gefunden wird und in einzelnen Stücken, aber auch zu Ketten oder anderem Schmuck verarbeitet, verkauft wird. Manche Bernsteinbrocken, die man ausgräbt, sind so groß, dass daraus sogar kleine Behälter geschliffen werden können. Wie den Bernstein, so bekommt man auch den Larimar, einen himmelblau schimmernden Halbedelstein, in vielen Kunsthandwerksläden. Ihn wie den einzigartigen blauen Bernstein fand man bisher nur in der Dominikanischen Republik. Die haben allerdings ihren Preis.
Außerdem gibt es überall auf der Insel Töpferwaren, Korbflechtwaren und originelle kreolische Puppen. Auf Plätzen und am Straßenrand werden Bilder in allen Größen (bis hinunter zum Postkarten-Format) verkauft.

Sehenswertes:
Santo Domingo
Bartholomäus, der Bruder von Christoph Kolumbus, war der Begründer Santo Domingos. Die Stadt gilt als erste von Europäern gegründete Stadt in Amerika. Aus diesem Grund besitzt sie auch einige der ältesten Bauwerke der Kolonialgeschichte. Schon früh entstanden hier die ersten kulturellen und gesellschaftlichen Institutionen. In Santa Domingo erhoben sich die ersten Festungen, die ersten Kirchen, die erste Kathedrale, das erste Spital und die ersten Denkmäler der neuen Welt. Auch die erste Universität Amerikas wurde hier gegründet. Nicht zu Unrecht wurde deswegen auch die Altstadt von Santo Domingo von der UNESO zum Kulturerbe der Welt erklärt.
In eben dieser Altstadt gibt es kreuz und quer verlaufende Gassen, kleine schattige Plätze, hier und dort aber auch ein protziges Kolonialhaus. Überall trifft man auf antike Mauern, charmante kleine Cafés, hervorragend (oder halbfertig) restaurierte Bauten. Insgesamt besteht dieses kulturelle Erbe aus 300 verschiedene Monumenten, die genau registriert sind. Da gibt es die „Casa del Postado“, die einstige Residenz des Erzbischofs, die jetzt ein Museum ist, die „Atarazana“, eine Reihe von Gebäuden, die um das Jahr 1500 gebaut wurden und perfekt restauriert sind; dort findet man Kunstgalerien und für diese Gegend typische Restaurants. Die „Calle Las Damas“ ist die älteste und am besten erhaltene Straße der Altstadt mit prachtvollen Kolonialhäusern, das „Kolumbus-Haus“ der erster Wohnsitz in Santo Domingo. Der wunderschöne „Alcazar de Colon“, den der Sohn von Kolumbus (er war Vizekönig der Insel) gebaut hat, beherbergt heute als Museum Möbel und andere Objekte aus jener Zeit.
Auch für Kinder sehr sehenswert ist das neue Bernstein-Museum. Der dominikanische Bernstein ist, was Tier-Einschlüsse betrifft, der reichste der Welt. In dem Museum sieht man, wie die Wissenschaftler den Bernstein untersuchen. Besucher können kleine Experimente durchführen und so die Geheimnisse des Bernsteins entdecken.
San Francisco
Das Kloster – Amerikas erstes – wurde im 16. Jahrhundert bei Santo Domingo gegründet. Heute ist es eine Ruine, die aber nach wie vor den Eindruck der majestätischen Großartigkeit jener Zeit vermittelt. Kirche, Kloster und Kapelle bilden einen wunderschönen Dreiklang. Grabungen, die in der Kapelle durchgeführt wurden, brachten Stücke der Mauer und des Giebels ans Licht, die zu einer Kirche gehörten, die um das Jahr 1510 dort stand.
Puerto Plata
Hier steht die älteste erhaltene Festung aus der Kolonialzeit: das Fort von San Felipe. Die große, wuchtige Befestigung wurde 1577 erbaut, um Angriffe vom Wasser her zu erschweren. Sie besitzt einen großen Waffenplatz und stumpfe Türme von gewaltiger Dicke; der größte Turm hat fast 30 m Durchmesser. Eine Zeitlang wurde er als Gefängnis benutzt. Die Festung hatte viel auszuhalten und wurde häufig angegriffen. Im 17. Jahrhundert wurde sie ringsum repariert und bekam den Namen „San Felipe“ – zu Ehren von Felipe V., der damals König von Spanien war.
Höhlenmalereien
Die Tainos waren die indianischen Ureinwohner der Insel Hispaniola. Sie hinterließen an verschiedenen Stellen der Insel interessante Höhlenmalereien – beispielsweise im Nationalpark Los Haitises, in Las Maravillas und in der Pommier-Höhle. Rund um den Enriquillo-See kann man mehrfach die „kleinen Gesichter“ sehen, die Ur-Indianer in den Fels gemeißelt haben.
Naturreservat Isabel de Torres
Das kleine, 22 km2 große Reservat von wissenschaftlicher Bedeutung wird von einem 800 m hohen Hügel beherrscht. Dessen oberste Zone wurde kunstvoll in einen botanischen Garten verwandelt. Dort findet man einen beachtlichen Bestand heimischer, teilweise gefährdeter Pflanzen – darunter Mahagonibäume, Sternapfel- und Trompetenbäume. Oben leben rund 30 Vogelarten, von denen fünf ausschließlich auf der Insel vorkommen – darunter die braungelblichen Palmenschwätzer, die die Nationalvögel der Dominikanischen Republik sind.
Nationalpark Sierra Bahoruco
Die Vielfalt der Natur in diesem 1.000 km² großen Park wird bedingt von den unterschiedlichen Höhenlagen auf denen sich der Park befindet. Bei Aguacate steigt das Parkgelände auf über 2.300 m. Hier sind zahlreiche Orchideenarten zu bewundern.
Nationalpark Jaragua
Das Klima ist trocken und der Pflanzenwuchs daher spärlich – ideal ist es aber für Kakteen. In der malerischen Lagune Oviedo mit der von Mangroven bewachsenen Insel Manglar leben zahllose Rote Flamingos. Am Strand finden sich vier Arten von Meeres-Schildkröten.
Unterwasser-Nationalpark La Caleta
La Caleta zeigt Tauchern und Schnorchlern in prächtigen Bildern eine exotische Unterwasserwelt. Vor der Küste liegen bei einer vorspringenden Landzunge mehrere ausgedehnte Korallenbänke. In diesem Revier leben viele exotisch-bunte Fische. Eine besondere Attraktion stellt das Schiff „Hickory“ dar. Die „Group of Submarine Investigation“ hat es vor 15 Jahren gekauft und bei Caleta auf Grund gesetzt. Damit haben nicht nur die Fische weitere Zufluchtsmöglichkeiten. Inzwischen überziehen auch Korallen das Schiff.
Nationalpark Monte Cristi
Hügeliges Land, eine Reihe von Lagunen, kleine Koralleninseln – der Park ist nicht nur naturkundlich interessant, sondern auch landschaftlich sehr eindrucksvoll.
Nationalparks Armando Bermúdez und José del Carmen Ramirez
Es handelt sich um ein einheitliches Gebiet von 1.530 km², aber mitten durch das Reservat verläuft eine Provinzgrenze. In dem Doppelpark ragen die höchsten Berge der Antillen auf: Pico Duarte (3.087 m), La Pelona (3.087 m), La Rusilla (3.038 m) und Pico Yaque (2.760 m). Auf den unterschiedlichen Höhenlagen sind jeweils verschiedene Formen von Flora und Fauna zu beobachten.
Nationalpark Lago Enriquillo
Der Enriquillo-See, fast schon an der Grenze zu Haiti gelegen, liegt weitab üblicher Routen. Hier gründete 1532 der Indianerhäuptling Enriquillo, nach dem der See benannt wurde, eine Republik. Der Freiheitskampf gegen die Spanier unter seiner Führung wurde zum ersten Unabhängigkeitskrieg in der Geschichte Amerikas.
An dem See gibt es Einmaliges zu sehen. Die Insel Cabritos – sie ist zwölf km lang und bis zu bis zu 2,5 km breit – ist zur Heimat von Tieren geworden, die man nur noch selten sieht: Rote Flamingos und Spitzkrokodile. Nirgendwo sonst auf der Welt leben so viele von ihnen wie hier. Auch einige Arten von Wirbelschwanz-Leguanen sind hier zuhause, die wie Kleinausgaben von Fabeldrachen aussehen – darunter die Nashorn-Leguane, halbmeterlange Echsen, die drei possierliche Hörnchen auf der Schnauze tragen.
Nationalpark Los Haitises
Er ist attraktiv, vielseitig und bietet auf 1.500 km² eine große Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Das Gelände ist topografisch interessant und besteht hauptsächlich aus 200 bis 385 m hohen Hügeln. Die Täler dazwischen zeigen anschaulich tropischen Regenwald, ab und zu auch Mangrovensümpfe, für die der Park berühmt ist. Hier wachsen Mahagonibäume, Kapokbäume und amerikanische Zedern, aus denen man einst die duftenden Zigarrenkisten fertigte. In den Sümpfen gedeihen Mangroven in den Farben weiß und rot, dazu gibt es auch noch eine dunkle Variante.
Zu den dort lebenden Vögeln gehören vor allem die Braunen Pelikane, die scharenweise in den Sumpfgebieten nisten, die zimtfarbenen Blatthühnchen, Gelbstirn-Jassanas mit ihren gelbgrünen Schwingen, die weißen Rosen-Seeschwalben und die Pracht-Fregattvögel, die leicht an ihrem leuchtend rot-schwarzen Gefieder zu erkennen sind.